Seit 1931 im Mineralölhandel, also voller Energie, in Zwettl im Waldviertel tätig

Franz Eigl GmbH

Franz Josef Eigl (1885-1949) startete schon 1931 mit dem Mineralölhandel und ist als privates Unternehmen seit der Mitbegründung von AVIA Österreich im Jahre 1958 auch Miteigentümer der internationalen Marke AVIA.

Mit rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steuern wir ein Netz von über 50 AVIA Tankstellen, die von unseren Tankstellenpartnern mit deren Teams betrieben werden. Mit einem großen Tanklager und moderner Tankwagenlogistik sowie einer eigenen regionalen Pelletsproduktion (Waldviertel Pellets) können wir flexibel und termingerecht auf die Wünsche und Anforderungen unserer Treibstoff-, Schmiermittel-, Heizöl- und Pelletskunden eingehen.

Wir verstehen uns als regionaler leistungsfähiger Energiehändler, der täglich seine Nähe am Kunden zum Vorteil für den Kunden umsetzt.

 

Der Beginn in den 30er-Jahren
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Der Beginn in den 30er-Jahren

Unsere Geschichte

AVIA ab 1931

AVIA 1931

AVIA ab 1946

AVIA 1946

AVIA ab 1957

AVIA 1957

AVIA ab 1974

AVIA 1974

AVIA ab 1998

AVIA 1998 bis heute

Firmengründer Franz Josef Eigl (1885-1949) war Händler für Petroleum, Benzin, Schmierfette und Holz und errichtete am Standort Zwettl/Neuer Markt eine Treibstofftankstelle, welche die Marke AUSTRIA führte. Später wurde AUSTRIA von der Marke FANTO übernommen, wodurch es auch an der Tankstelle in Zwettl zum Markenwechsel kam.

Im Jahre 1938 kam es zum Kauf der FANTO durch die deutsche BV ARAL – Franz Eigl stellte erneut die Marke um. Da die ARAL auch im heutigen Niederösterreich der Lieferant für die Kriegswirtschaft war und ausländische, internationale Mineralölunternehmungen in der Einflusssphäre des Deutschen Reiches schließen mussten, setzte sich die vertragliche Verbindung, die Franz Eigl mit der ARAL hatte, bis zum Ende des zweiten Weltkrieges 1945 fort.

In dieser Zeit ging der Firmengründer schon Kooperationen mit Waldviertler Kaufleuten ein, die darin bestanden, dass deren teilweise fahrende Fasspumpen mit Treibstoff beliefert wurden. Auch eigene Tankstellen, oft nur entlang von Hausfassaden angeordnete Zapfgeräte, wurden errichtet. Weitere Impulse gingen bis 1945 durch die Errichtung des Truppenübungsplatzes aus. Die dort stattfindenden Bewegungen und Stationierungen von Fahrzeugen brachten einen steigenden Bedarf an Treibstoffen.

In den folgenden Jahren der sowjetischen Besatzung - der Gründer hatte seine Firma 1949 an seinen Sohn Franz Eigl übergeben – bestimmte die Verknappung von Ressourcen den Markt.

Auf Holzgaser umgerüstete Fahrzeuge verbrauchten keinen Dieselkraftstoff, jegliche Geschäftstätigkeit, auch die von Franz Eigl, war drastisch eingeschränkt und der Willkür der Besatzungsmacht unterworfen. Viel von dem Eigentum, das zuvor Österreichern gehört hatte, war ab nun in sowjetischen Händen. Sowohl das Eigentum der ARAL, als auch Anlagenteile von Franz Eigl’s Tankstelle am Zwettler Neuen Markt gingen an die Sowjets.

Mangels Versorgung mit Elektrizität wuchs die Bedeutung von Leuchtpetroleum im Waldviertel, somit eines der Produkte, die von Franz Eigl damals auch angeboten wurde.

Nachdem Österreich im Jahre 1955 seine Freiheit wiedererlangte, bestand das Unternehmen Eigl aus sieben Tankstellen und etwa ebenso vielen Fahrpumpen an mehreren Orten des Waldviertels. Durch die Automobilisierung vollzog sich allmählich ein Übergang hin zur ortsfesten, an der Straße befindlichen Tankstelle. Die richtige Standortwahl gewann an Bedeutung.

Auch das Recht, die heute in 14 europäischen Ländern vertretene Marke „AVIA“ zu führen, wurde der Firma Franz Eigl in dieser Zeit erteilt. 1958 wurde das Unternehmen Mitinhaber von AVIA, einem Zusammenschluss von privaten Mineralölgroßhandelsunternehmen, der heute in Europa knapp 3000 AVIA Tankstellen betreibt.

In den 60er und 70er-Jahren ging der Ausbau des AVIA Tankstellennetzes zügig voran und auch das Waldviertel verzeichnete eine steigende Tankstellendichte. War die Franz Eigl GmbH mit Ihrer Marke AVIA bislang nur regional vertreten, so kam es in dieser Zeit zu einer geographischen Ausweitung des Netzes auch in andere Bundesländer.

Möglich wurde dies auch durch die im Zuge eines Konzentrationsprozesses stattfindende Übernahme von Dutzenden von Tankstellen, die manche Multis anlässlich ihres Rückzugs vom österreichischen Markt veräußerten.

In den siebziger Jahren beginnt der Boom der Zentralheizungsanlagen in den Wohnhäusern, der aufgrund der bequemen und störungsfreien Beheizung immer mehr mit Heizölöfen umgesetzt wird. Durch das in dieser Zeit geschaffene Tanklager am Firmengelände kann bis heute Heizöl durch die Bevorratung schnell und effizient mit eigenen Tankwägen zum Kunden geliefert werden. Damit ist in den letzten Jahrzehnten AVIA Heizöl zu einem bedeutenden Segment der Firma geworden.

Die höchste Netzdichte wurde in den achtziger Jahren erreicht. Knapp 120 Tankstellen, die von Eigl beliefert oder betrieben wurden, gehörten der Marke AVIA an. Der in den 70er Jahren begonne Konzentrationsprozess machte schließlich aber auch vor AVIA Eigl nicht halt. Verringerte sich die Zahl der Tankstellen österreichweit von ca. 5.700 auf heute unter 3.000, so verkleinerte sich auch das Eigl Netz auf unter 50 AVIA Tankstellen.

Um diese Entwicklung aufzuhalten setzt das Unternehmen Ende der achtziger Jahre auf eine neue Standortpolitik und den Aufbau neuer, großer Niederlassungen. Seit dieser Zeit entstehen moderne AVIA Stationen, die mit Convenienceshops, Waschanlagen, Coffeeshops und Geldausgabeautomaten die Tankstelle als Dienstleistungsbetrieb neu positionieren.

Mit dem Trend zu erneuerbaren Energien arbeitet das Unternehmen an einem zusätzlichen Standbein und findet dieses im Bereich Holzpellets, welche ab dem Jahr 2005 ins Sortiment aufgenommen wurden. So wurde im Jahr 2009 in Zusammenarbeit mit dem Sägewerk Gebrüder Steininger in Rastenfeld ein eigenes Pelletswerk errichtet, das qualitativ hochwertige Holzpellets aus Fichtensägespänen aus dem nahen Sägewerk erzeugt und mit eigenen Silotankwägen täglich zu den Kunden bringt. Die Marke ‚Waldviertel Pellets‘ wurde aus der Taufe gehoben und steht für heimische Premiumholzpellets.

Der jahrzehntelang als expansiver Unternehmer tätige Komm.Rat Franz Eigl (1925-2002) zog sich Anfang der 90er Jahre aus der operativen Geschäftsführung zurück, die somit auf die dritte Generation überging. Sein Sohn Rudolf Eigl (1965-2015) führte, bis zu seinem viel zu frühen Tod, die Geschäfte gemeinsam mit Geschäftsführer Dir. Franz Preiß in seinem Sinne weiter. Dir. Franz Preiß leitet seither die Geschäfte der Firmengruppe Eigl.

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